Kathi à Strasbourg

27Juli
2013

Achtung, Welle!

Olis leckeres Sandwich (was fürn super Bild!)Im Park. :)Naaaaass.. 

Was macht man so am heißesten Tag der
Woche bei 37 Grad in Straßburg? Richtig, man geht in die
Innenstandt, um sich noch mehr an der Körperwärme der zahlreichen
Touristen aufzuheizen. Das war der Plan von Olivia, Natalie und mir,
als wir uns verabredeten. Ich war etwas zu früh dran, entspannte
noch kurz im Schatten der Kathedrale und dann ging's auch schon los
Richtung … Shoppingcenter! Der Weg dorthin führte uns über den
Markt, auf dem super viel Trubel war, hat mich gewundert bei der
Hitze. Aber nun gut, wir waren ja auch dort. Es war ein wirklich sehr
einmaliges Gefühl, eine wahre „Duftreise“, mit wenig frischer
Luft und vielen verschwitzten T-Shirts. ;)
Nachdem wir zum letzten Mal vom SSV profitiert hatten (Ende am 30.07.), spazierten wir an die Ill und suchten uns ein gemütliches Plätzchen. Es war einfach der
perfekte Ort, dieses Plätzchen. Ein kleiner Steinvorsprung direkt am
Ufer, tief genug, um seine Füße im Wasser baumeln zu lassen. Wir
mampften unsere Sandwiches, ganz in Ruhe, total entspannt, alles war
toll. Ab und zu kam eine „La Strabourgoise“ vorbei oder ein
„Fritz“, die schönen Schiffe, bei deren Anblick wir uns immer
fragen: Wer besichtigt hier wen? Die Touristen die Sehenswürdigkeiten
oder die Menschen außerhalb,die in das mit Glaskuppel abgedeckte
Schiff starren können? Wie auch immer, jedenfalls winkten wir
fleißig und kamen auch so einige freundliche Grüße zurück (was
für ein tolles Spiel das doch ist!). Jedes Mal, wenn das Schiff
vorbei war, zog es eine recht beachtliche Welle hinter sich, daran
hatten wir noch mehr Spaß. Bis zum dritten Schiff. Lustigerweise
meinte ich noch zu Olivia „Schau mal, die (Welle) wird jetzt aber
groß!“ und schwupps, waren wir auch schon nass. Abgesehen davon,
dass es eine wirklich nette Ganzkörpererfrischung war, konnten wir
uns glücklich schätzen, vorher schon unsere Handys weggepackt zu
haben. Ich stand die Sekunden danach immer noch etwas unter Schock,
während Natalie schon rief: „Guck mal, Olivia, deine Schuhe!“
Ja, da schwammen sie. Die schönen 3€ Flip Flops schwammen lustig
auf der Ill, immer weiter weg von uns. Ich glaube, ich hätte den
Schuhen einfach nur noch stupide hinterhergeguckt, in der Hoffnung,
dass sie doch noch wie durch ein Wunder zu mir zurückkommen, aber
Olivia fackelte nicht lange, zog sich bis auf den Bikini (den sie an
dem Tag glücklicherweise anhatte, da wir eventuell vorhatten, ins
Freibad zu gehen) aus und sprang in den Fluss. Huii, was macht man
nicht alles für seine Schuhe. Ein wenig Angst hatte sie wohl schon,
denn ich hörte immer nur „Oh Gott, oh Gott, wer weiß, wie tief
das ist und was hier drin ist...“, aber zum Glück konnte sie
entspannt zu ihren Schuhen schwimmen und sie „retten“. Leider
hielt mein kleiner „Schockzustand“ zu lange an, so dass ich nicht
schnell genug Fotos machen konnte, nur noch vom glücklichen Gesicht
Olivias hinterher. Immerhin.

Zum Trocknen gönnten wir uns einen Spaziergang in der heißen Sonne und machten zu mir nach Hause auf. Ich dachte, es wäre ganz nett, bei mir unsere Wasserflaschen
aufzufüllen und das mit einem Besuch der Orangerie (dem schönen
Park bei mir) zu verbinden. Was soll ich sagen – Natalie und Olivia
waren echt begeistert von der Umgebung, in der ich lebe. Die Wohnung
ist ja auch wirklich toll, sehr französisch und ziemlich gemütlich.
Tja, da hatte ich wohl Glück. :)

Im Park dann war es auch sehr entspannend, wir legten uns in der Abendsonne nahe an den See und die Wasserfontäne und ruhten uns von diesem aufregenden und
heißen Tag aus. Olivias Eltern, die gerade in der Nähe Urlaub
machten, kamen später noch hinzu und nahmen ihre Tochter und Natalie
mit dem Auto dann wieder nach Hause mit.

Als ich heimkam, waren Thierry und Marjorie gerade in Begriff zu gehen und so brachte
ich Mathilde zu Bett, nicht ohne vorher von ihrer überaus guten Laune zu profitieren (siehe Fotos). ;)

 

18Juli
2013

Anstrengende Tage..

"Bêtise" ("Dummheit", frei übersetzt "Du du!"), das ist wohl das von mir in dieser Woche am meisten verwendete Wort. Puh. Wirklich, Mathilde ist gerade so anstrengend! Es gibt Momente, in denen sie die Nettigkeit in Person ist, aber gerade überwiegt eher das Gegenteil. Seitdem sie vor einigen Wochen Probleme mit den Zähnen hatte und ihr ganzer Mund mit Herpes infiziert war, merke ich mit aller Härte, was ein Kind zu haben wirklich bedeutet.
Vor einigen Wochen war ich noch so stolz, der Kleinen beigebracht zu haben, dass sie ihre Trinkflasche bitte nicht auf den Boden wirft, wenn sie fertiggetrunken hat, sondern sie mir gibt (das gleiche mit Keksen, Kuscheltieren etc.). Nun bin ich langsam echt ein wenig verzweifelt, denn sie verhält sich so, als ob sie noch nie etwas davon gehört hätte. Alles wird aus dem Kinderwagen während voller Fahrt geschmissen, jedes Mal hocke ich mich voller Geduld neben sie und erkläre ihr, dass sie eine "Bêtise!" gemacht hat und sie mir es geben soll, sobald sie nicht mehr will. Jedes Mal kommt dann ein treuer Blick aus großen, braunen Kulleraugen und ein "Oui" und "Okay!" (das spricht sie mir immer nach), aber wirklich ändern tut sich nichts. Es ist echt ermüdend zu sehen, wenn alle Versuche scheitern. Da kann man wirklich manchmal die Nerven verlieren.
Eine weitere Sache - sie hört nicht mehr. Dieses Verhalten legt sie zum Glück auch bei ihren Eltern an den Tag, da bin ich beruhigt, aber ich kann sie gerade unmöglich (selbst im Park nicht) aus dem Kinderwagen nehmen, weil sie, wenn ich sie rufe, mich provokativ anguckt und dann wegläuft. Es gab schon einige Momente, wo sie mit einem Stock in der Hand abgehauen ist (sie weiß ganz genau, dass ich das verbiete, dass sie damit rumrennt) und ich alles stehen und liegen lassen musste, um sie einzufangen. Zum Glück bin ich noch schneller als sie (was wohl auch hoffentlich noch einige Jahre anhalten wird).
Im Moment sind also alle ein wenig müde - Mathilde, weil sie völlig überdreht und provoziert, ihre Grenzen austestet, Marjorie und Thierry, weil sie nicht wissen, was auf einmal in ihre Tochter gefahren ist, und ich, weil es mich deprimiert.

Ich habe keine Ahnung, ab wann Kinder anfangen, ihre Grenzen auszutesten, aber ich habe die Befürchtung, dass 19 Monate kein schlechtes Alter dafür sind. Immerhin habe ich es heute zweimal geschafft, dass Mathilde mir die Flasche mit ausgestreckter Hand aus dem Kinderwagen gereicht hat, mit den Worten "Da, da!"
Immerhin. Auch kleine Erfolge führen letztendlich zum Ziel.

PS: Ich habe neulich einen Spruch gelesen, der gerade sehr gut zu meiner Situation passt (natürlich mit einem Augenzwinkern zu sehen): "Was ist schöner, als das Lachen eines Kindes zu hören? - Der Klang der Stille, wenn man keine verdammten Kinder hat." :D

15Juli
2013

Sterne zählen in Mulhouse

gare de Mulhouse Eingangshalle Mulhouse Mulhouuuuse! Unser Platz und wir im Juli 2013 Unser Platz und wir im Mai 2013
Den Montag (wie in meinem letzten Post erwähnt) hatte ich dieses Mal also frei und verbrachte ihn in Mulhouse! Yeah, zurück zu den Anfängen und ab in die Stadt, in der mein Frankreichaufenthalt angefangen hat. Am Sonntag Abend nahm ich die Bahn Richtung Basel, eine Stunde später war ich da. Ana holte mich ab und gemeinsam liefen wir in die Stadt. In einer Bar, draußen direkt am Rathaus ließen wir den Tag bei einem kühlen Desperados ausklingen und hatten uns viel zu erzählen (nachdem wir uns einen Monat ja nicht gesehen hatten).
Auf dem Nachhauseweg liefen wir zu McDonald's, aber mein Hunger verging mir sofort wieder angesichts der Preise. Der Cheeseburger kostete ernsthaft 1,90€! Zugunsten meines Portemonnaies nahm ich mein Abendmahl dann bei Ana ein (die sturmfrei hatte).
Auf der Terasse und bei guter Musik ("Counting stars" von One Republic!) saßen wir dann einfach nur und guckten in die Sterne, die in dieser Nacht zahlreich vorhanden waren (bzw. zu sehen). Welch Entspannung!

Am nächsten Tag (Montag) hieß es - vertraute Orte besuchen. Zuerst in die Innenstadt (Porte Jeune, das große Kaufhaus), wo ich in den zwei Monaten in Flaxlanden nur einmal war, weil mein letzter Bus ins Dorf ja dummerweise schon 18:02 Uhr fuhr.., danach zur Universität. Hach ja, die Universität. Was haben wir dort für schöne Stunden verlebt! Auch wenn ich die Zeit, in der ich in Mulhouse war, zu dem Moment als nicht ideal empfunden habe und es zudem auch nur zwei Monate waren, kamen unbeschreiblich viele Erinnerungen und intensive Gefühle hervor. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, hat mich schon ein bisschen zu dem gemacht, was ich heute bin (oh Gott, wie theatralisch). Aber es ist wahr. Die Mittagspausen in der Mensa, mit all den Erasmus-Studenten und anderen Au Pairs, der Unterricht mit unserem Lehrer Benoit, den Diktaten, die wir alle hassten und uns doch letzten Endes enorm verbesserten, meine Verspätungen, da mein Bus entweder 2 Stunden vor oder 5 Minuten nach Unterrichtsbeginn ankam und nicht zuletzt unsere McDonald's-Besuche im McDonald's direkt vor der Uni. Dorthin verschlug es uns dann auch, wir saßen am selben Tisch wie vor 3 Monaten, ich verspeiste sogar das gleiche Menü (nicht sonderlich schwer, so groß ist die Auswahl ja nicht).
Nach erfolgreicher Sättigung spazierten wir zum Park am Kanal, wo Ana und ich damals an meinem letzten Tag (6. Mai) am Ufer saßen und die Bekanntschaft mit einem aggressiven Otter machten. Wir setzten uns an exakt die gleiche Stelle, nichts hatte sich verändert (in laaaaangen 2 1/2 Monaten). Und voilà - ein Otter kam angeschwommen. Als er seinen Kurs nicht änderte und direkt auf uns zuschwomm, kamen böse Erinnerungen in mir hoch und ich suchte das Weite. Dann plötzlich eine Männerstimme, die uns auf Französisch sagte, dass wir keine Angst haben müssten. Wir sahen diesen Mann ans Ufer laufen, einen Riesenbeutel voller Brot und Karotten unter dem Arm, die er den Ottern zuwarf. Diese kamen dann auch zahlreich angeschwommen und ans Ufer geklettert. Anfangs war ich wirklich misstrauisch (der Otter damals hatte uns angefaucht und seht euch nur mal diese eindrucksvoll großen, gelben Zähne von diesen Viechern an!), aber wir kamen mit dem Franzosen ins Gespräch und er erzählte uns, dass die Tiere vielmehr sehr schüchtern wären, weil es viele Spaziergänge gäbe, die ihnen Angst machen  und sogar - festhalten! - fangen würden, um sie dann zu verspeisen (in Südfrankreich eine Delikatesse)! Ich sagte mir letztendlich auch, dass wir damals im Mai höchstwahrscheinlich ein Weibchen erwischt hatten, das einfach nur seine Jungen beschützen wollte.
Gut eine Stunde quatschen wir, die Gesprächthemen wechselten von den Ottern über unsere Personen zu der deutsch-französischen Beziehung und dem Zweiten Weltkrieg. Letzteres Thema war sehr interessant, denn wir sprachen sogar mit einem richtigen Elsäßer, dessen 90jährige Mutter auf der Bank saß und einiges aus dem Krieg im Grenzgebiet zu erzählen wusste.

Um 19 Uhr kam dann leider mein Zug zurück nach Straßburg, dieser Tag war wunderbar!

13Juli
2013

Der harte Weg zum Tagebuch

Huii, dieses Wochenende sah etwas anders aus als die letzten! Ich habe diesmal am Sonntag gearbeitet und hatte dafür den Montag frei. Mit dem Samstag natürlich. Wie das kommt? Ganz am Anfang hatten wir ausgemacht, dass ich einen Sonntag im Monat arbeite und dafür einen anderen Tag in der Woche frei bekomme. Da wir diese Vereinbarung aber im Juni vergessen hatten, bin ich diesen Monat zweimal sonntags dran.
Das erste Mal habe ich jetzt schon hinter mir (es klingt negativ belegt, ist es auch!), das nächste Wochenende sieht es auch so aus.

Am Samstag war ich den ganzen Tag in der Stadt rumbummeln, habe mir diverse Geschäfte angeguckt, auf der Suche nach allem und nichts. Nichts zu kaufen hat natürlich nicht so wirklich geklappt, eigentlich war mein Einkaufsziel nur ein neues Tagebuch. Soweit der Plan. Der nicht funktioniert hat. Natürlich. Das Problem, das sich mir stellte, war, dass ich bisher noch keine anständigen Notizbücher gesehen habe, die meinen Ansprüchen an ein Tagebuch gerecht werden. In Deutschland gehe ich immer schnurstracks zu Galeria Kaufhof und werde fast immer fündig (auch zu einem gerechtfertigten Preis). Hier jedoch gibt es noch nicht einmal in den Buchläden Notizbücher und wenn, dann entweder von sehr schlechter Qualität (und trotzdem teuer) oder von großen Marken und das zu einem überteuerten Preis. Ich wollte aber so schnell nicht aufgeben und spazierte deswegen in fast jedes Geschäft, wo ich nur im Ansatz Notizbücher vermutete. Hängengeblieben bin ich bei .. Karten. Oh Gott, ich habe 10€ nur für Sprüchekarten ausgegeben! Aber wie kann ich auch an einer Karte mit dem schönen Spruch "Celui qui se perd dans sa passion est moins perdu que celui qui perd sa passion." (Derjenige, der sich in seiner Leidenschaft verliert ist weniger verloren als der, der seine Leidenschaft verliert." oder "Il n'y a personne qui soit né sous une mauvaise étoile, il n'y a que des gens qui ne savent pas lire le ciel." (Es gibt niemanden, der unter einem schlechten Stern geboren wurde, es gibt nur die Leute, die den Himmel nicht zu lesen wissen.) vorbeilaufen?! Dazu kommt, dass solche weisen Phrasen einfach wundervoll im Französischen klingen, es ist die perfekte Sprache für die Poesie meiner Meinung nach (ups, jetzt hätte ich fast "deuzösisch" geschrieben! --> "in meiner Meinung" = "à mon avis").

Dann lief ich an einer Art "Saturn" oder "Media Markt" vorbei und mir fiel ein, dass ich ja noch CDs für meinen Vater kaufen wollte. "Einfach mal gucken" hieß meine Devise beim Betreten des Ladens noch, beim Verlassen war ich um ein paar Euro leichter (Überraschung, Papa!).

Habe ich schon erwähnt, dass mich diese Büchermärkte in Straßburg um den Verstand bringen? Erstens, weil ich mich darin verlieren könnte (meine Zeit übrigens auch) und zweitens, weil sie mich noch arm machen. Der Geruch gebrauchter Bücher ist unverwechselbar und auch wenn er manch einem nicht gefallen wird, ich finde, dass gebrauchte Bücher eine geheimnisvolle und ganz besondere Aura haben. Durch wie viele Hände sie schon gegangen sind, wie viele Fingerabdrücke auf ihren Seiten zu finden sind, welche Emotionen sie schon hervorgerufen haben. Okay, meine Leidenschaft für Bücher muss ich hier jetzt nicht thematisieren, Fakt ist - ich habe zwei Bücher auf dem Markt gekauft (+ ein nettes Gespräch mit dem Verkäufer geführt).
Wenn ich wieder zurück nach Berlin fliege, muss ich mir wegen meiner Klamotten im Koffer keine Gedanken machen, eher wegen des Gewichts der vielen Bücher, die ich hier gekauft habe! Na mal sehen..

Wie ist es letztendlich ausgegangen? Ich hatte kein Bargeld mehr für das Tagebuch. Das war so klar, Katharina ist einfach zu doof zum haushalten. Nur meine EC-Karte hatte ich noch, aber ich war mir nicht mehr sicher, ob ich Gebühren bezahlen muss, wenn ich im Ausland damit bezahle. Also ein verzweifelter Eintrag in die Whatsapp-Gruppe und auf den Rückweg nach Hause gemacht. Ungefähr auf der Hälfte kam eine Antwort von Lotta (meiner Bankexpertin ;) ) - Nein, ich müsste keine Gebühren bezahlen, nur wenn ich etwas abheben würde. In meiner Brust tobten zwei Seelen. Schmerzende Füße vom vielen Laufen gegen das dringende Bedürfnis, alle Erlebnisse und Gedanken in ein neues Buch niederschreiben zu können. Ihr müsst nicht fragen, wofür ich mich letztendlich entschieden habe..

06Juli
2013

Achtung, Weeelle!

Was macht man so am heißesten Tag der
Woche bei 37 Grad in Straßburg? Richtig, man geht in die
Innenstandt, um sich noch mehr an der Körperwärme der zahlreichen
Touristen aufzuheizen. Das war der Plan von Olivia, Natalie und mir,
als wir uns verabredeten. Ich war etwas zu früh dran, entspannte
noch kurz im Schatten der Kathedrale und dann ging's auch schon los
Richtung … Shoppingcenter! Der Weg dorthin führte uns über den
Markt, auf dem super viel Trubel war, hat mich gewundert bei der
Hitze. Aber nun gut, wir waren ja auch dort. Es war ein wirklich sehr
einmaliges Gefühl, eine wahre „Duftreise“, mit wenig frischer
Luft und vielen verschwitzten T-Shirts. ;)
Nachdem wir zum letzten
Mal vom SSV profitiert hatten (Ende am 30.07.), spazierten wir an die
Ill und suchten uns ein gemütliches Plätzchen. Es war einfach der
perfekte Ort, dieses Plätzchen. Ein kleiner Steinvorsprung direkt am
Ufer, tief genug, um seine Füße im Wasser baumeln zu lassen. Wir
mampften unsere Sandwiches, ganz in Ruhe, total entspannt, alles war
toll. Ab und zu kam eine „La Strabourgoise“ vorbei oder ein
„Fritz“, die schönen Schiffe, bei deren Anblick wir uns immer
fragen: Wer besichtigt hier wen? Die Touristen die Sehenswürdigkeiten
oder die Menschen außerhalb,die in das mit Glaskuppel abgedeckte
Schiff starren können? Wie auch immer, jedenfalls winkten wir
fleißig und kamen auch so einige freundliche Grüße zurück (was
für ein tolles Spiel das doch ist!). Jedes Mal, wenn das Schiff
vorbei war, zog es eine recht beachtliche Welle hinter sich, daran
hatten wir noch mehr Spaß. Bis zum dritten Schiff. Lustigerweise
meinte ich noch zu Olivia „Schau mal, die (Welle) wird jetzt aber
groß!“ und schwupps, waren wir auch schon nass. Abgesehen davon,
dass es eine wirklich nette Ganzkörpererfrischung war, konnten wir
uns glücklich schätzen, vorher schon unsere Handys weggepackt zu
haben. Ich stand die Sekunden danach immer noch etwas unter Schock,
während Natalie schon rief: „Guck mal, Olivia, deine Schuhe!“
Ja, da schwammen sie. Die schönen 3€ Flip Flops schwammen lustig
auf der Ill, immer weiter weg von uns. Ich glaube, ich hätte den
Schuhen einfach nur noch stupide hinterhergeguckt, in der Hoffnung,
dass sie doch noch wie durch ein Wunder zu mir zurückkommen, aber
Olivia fackelte nicht lange, zog sich bis auf den Bikini (den sie an
dem Tag glücklicherweise anhatte, da wir eventuell vorhatten, ins
Freibad zu gehen) aus und sprang in den Fluss. Huii, was macht man
nicht alles für seine Schuhe. Ein wenig Angst hatte sie wohl schon,
denn ich hörte immer nur „Oh Gott, oh Gott, wer weiß, wie tief
das ist und was hier drin ist...“, aber zum Glück konnte sie
entspannt zu ihren Schuhen schwimmen und sie „retten“. Leider
hielt mein kleiner „Schockzustand“ zu lange an, so dass ich nicht
schnell genug Fotos machen konnte, nur noch vom glücklichen Gesicht
Olivias hinterher. Immerhin.

Zum Trocknen gönnten wir uns
einen Spaziergang in der heißen Sonne und machten zu mir nach Hause
auf. Ich dachte, es wäre ganz nett, bei mir unsere Wasserflaschen
aufzufüllen und das mit einem Besuch der Orangerie (dem schönen
Park bei mir) zu verbinden. Was soll ich sagen – Natalie und Olivia
waren echt begeistert von der Umgebung, in der ich lebe. Die Wohnung
ist ja auch wirklich toll, sehr französisch und ziemlich gemütlich.
Tja, da hatte ich wohl Glück. :)

Im Park dann war es auch
sehr entspannend, wir legten uns in der Abendsonne nahe an den See
und die Wasserfontäne und ruhten uns von diesem aufregenden und
heißen Tag aus. Olivias Eltern, die gerade in der Nähe Urlaub
machten, kamen später noch hinzu und nahmen ihre Tochter und Natalie
mit dem Auto dann wieder nach Hause mit.

Als ich heimkam,
waren Thierry und Marjorie gerade in Begriff zu gehen und so brachte
ich Mathilde zu Bett, nicht ohne vorher von ihrer überaus guten
Laune zu profitieren (siehe Fotos). ;)

 

05Juli
2013

Eine tolle Woche mit meiner soeur préférée geht zu Ende..

Endlich angekommen! Mathilde nimmt Kontakt auf.. Yeah, wir im Museum. :D Ganz interessiert.. Sexy. Einfach nur sexy. Das obligatorische Kathedralenfoto. In Colmar In Colmar_2 Im Begeisterung pur. Unser Frühstück jeden Morgen auf der Sonnenterasse. Chillen im Park. Freiiibad! Vorm Council of Europe. Unsere Pizza ist sehr gut gelungen! Yam. Voilà! La petite France Fertig vom Shoppen. Unser leckerer Kuchen. :)
Johanna war hier! Am Freitag (28.06.) habe ich sie vom Bahnhof in Freiburg abgeholt, nach einer 10stündigen Busfahrt von Berlin. In Freiburg habe ich gleich noch ein paar Erledigungen gemacht (Briefe verschickt, im Supermarkt eingekauft, das musste ich ja ausnutzen, im "preiswerten" Deutschland zu sein!), bevor ich Johanna am Busbahnhof in Empfang genommen habe. Von dort sind wir noch circa 1 1/2 Stunden nach Straßburg gefahren und waren spät am Abend schließlich zu Hause (der Bus hatte 1 Stunde Verspätung).
Am Samstag waren wir noch mit Marjorie und Mathilde zusammen (Thierry war am Donnerstag schon nach Nizza in den Urlaub gefahren), am Sonntag sind die beiden Thierry hinterher geflogen. Das hieß - stuuuurmfrei! :)
Ursprünglich wollte Johanna schon am darauffolgenden Donnerstag wieder zurückfahren, aber schon am ersten Abend gefiel ihr Straßburg so gut, dass wir die Rückfahrt einen Tag nach hinten verschoben haben.
Samstag regnete es, aber das störte uns nicht, vormittags passten wir auf Mathilde auf, während Marjorie ihren Koffer packte, und waren nachmittags im "musée de Strasbourg", dessen deutsche Audioführung sehr interessant war.
Am Sonntag stand dann Colmar an, am Bahnhof war diesmal kein deutscher Schalter offen (ja, manchmal bin ich auch sprachfaul), also gab ich meine Bestellung für die zwei Fahrkarten auf Französisch auf und leider saß vor mir ein Franzose, der miserabel undeutlich sprach. Ich musste dauernd nachfragen, um den für mich logischen Inhalt aus seinem Genuschel herauszufiltern und Johanna lachte sich hinter mir halbtot (dabei verstand sie gar nichts!). Letztendlich bekamen wir unsere Fahrkarten und verbrachten einen wunderbaren Tag in Colmar!
DIe darauffolgenden Tage nutzten wir den Sommerschlussverkauf, der hier von Anfang Juni bis Ende Juli stattfindet, waren also in vielen Geschäften, nutzten aber auch das schöne Wetter, chillten im Park am See und waren einen Tag im Freibad Wacken. Ich kannte kein Erbarmen mit Johanna und so kamen wir jeden Abend erst relativ spät nach Hause, mit müden Füßen und schmerzenden Schultern (Handtasche tragen ist schon anstrengend). Unsere Belohnung war dann aber immer die abendliche DVD während des Essens. Marjorie und Thierry haben hier auch ein paar deutsche/englische Filme, Johannas Glück. Unser Abendessen war jedes Mal eine Überraschung, wir ließen unsere Kochader so richtig heraushängen! Nur der letzte Abend ging etwas daneben, aber es war immerhin essbar. :D
Am Freitag ging es für Johanna dann wieder zurück nach Berlin, ich brachte sie zum Bahnhof in Freiburg und blieb dort gleich, um mich mit Franzi zu treffen.

Diese Woche mit Johanna war echt toll, es war schön, wieder etwas Heimat hier zu haben. :) ♥

23Juni
2013

Hosenscheißer, Marhorie und Kathi in Colmar!

Streetstyle in Colmar Mathilde shoppt Souvenirs Mama und Tochter Hmm, lecker! Dieses kleine süße Café Hosenscheißer (mit Kackwindel, wusste ich in diesem Moment noch nicht) Ich im La petite Venise

Yeah! Am Sonntag sind wir zu dritt nach Colmar gefahren, Thierry hatte sein großes Tennismatch, aber den ganzen Tag dort zuzusehen, wäre eindeutig zu langweilig gewesen. Also haben Marjorie spontan entschieden, irgendwohin zu fahren, weil wir auch das Auto hatten. Da sie selbst noch nie in Colmar war (und ich schon gar nicht), haben wir unsere Siebensachen zusammengepackt und sind in diese kleine Stadt, südlich von Straßburg und nördlich von Mulhouse gelegen, gefahren.
Das Wetter war wechselhaft (wie immer hier im Elsaß), später ist zum Glück die Wolkendecke aufgebrochen und die Sonne hat wunderbar geschienen.
Als wir nach circa 50 Minuten Autofahrt (wie laaaangweilig, in Frankreich Autobahn zu fahren bei Tempobegrenzung von 130km/h!) in Colmar einfuhren, zog mich erst einmal die Freiheitsstatue am Ortseingang in den Bann. Ja, dort steht eine 30m hohe Nachbildung der original Freiheitsstatue! Und warum? Weil Frédéric-Auguste Bartholdi, der Bildhauer, in Colmar geboren wurde. Sein Geburtshaus dort wurde in ein Museum umgebaut.

Dummerweise hatten wir eine Strickjacke für Mathilde vergessen und wenn sich die Wolken vor die Sonne schoben, war es doch etwas kühl. Marjorie funktionierte kurzerhand ihre Lederjacke um und so war Mathilde DER Hingucker (siehe Foto).

Colmar ist - ich weiß, ich wiederhole mich ständig - wunderbar süß, klein und einfach elsäßisch. Die Architektur ist minimalistisch und die gesamte Altstadt kam mir eher wie eine kleine Zwergenstadt vor. Viele kleine Gassen und bezaubernder Blumenschmuck runden das Stadtbild ab, es ist einfach wahnsinnig entspannend dort.

Unser Lunchpaket genoßen wir auf einer Bank sitzend, zusammen mit einem älteren Ehepaar. Natürlich gestaltet sich so ein Ausfluf mit Mathilde nicht so einfach wie gedacht, sie musste dauernd alles erkunden und so richtig entspannen konnte ich mich nicht. In einem schnuckligen Café bekam die Kleine ihr Schoko- und ich mein Grapefruiteis, Marjorie ihren verdienten Latte Macchiato. Eigentlich war vorgesehen, dass Mathilde anschließend ihren Mittagsschlaf im Kinderwagen macht, aber wir hatten nicht mit Mathildes eigenen Vorstellungen von diesem Nachmittag gerechnet. Nach unendlich vielen Versuchen, sie in den Schlaf zu kriegen, gaben wir es schließlich auf. Ich kann es schon irgendwie verstehen: So eine Stadt zu erkunden ist ja auch sehr viel interessanter als Mittagsschlaf.
Dieser wurde dann aber im Auto auf der Rückfahrt nachgeholt.

Im Anschluss fuhren wir doch noch zu dem Match von Thierry, ich bin überzeugt, dass er nur gewonnen hat, weil wir drei zugeguckt haben. Im Vereinshaus gab es eine kleine Erfrischung und ich lernte seine Tenniskumpels kennen. Bei der Verabschiedung passierte mir ein kleiner Fauxpas, ich streckte dem einen Kumpel doch allen Ernstes die Hand hin! Etwas Verwirrung auf seiner Seite, mir war es sehr unangenehm. Ich erklärte ihm dann einfach die deutschen Gewohnheiten, die Franzosen verstehen das ja. Es kann schließlich nicht jedes Volk so küsschenfreudig sein.



22Juni
2013

Nichts geht über tolle Freunde!

Obligatorische Foto vor der Kathedrale Flirtversuch im Natalie und ich Yo! Natalie und Alex Trois amis! :) Meine Ich liebe die Brückenbeblumung. :) Und ich liebe diese zwei Menschen. :)

Ein Grund, warum ich es auf keinen Fall bereue, nach Frankreich gegangen zu sein - wegen der tollen Leute, die ich hier kennengelernt habe!
Am Samstag sind Alex (aus Bremen) und Natalie (aus Regensburg) von Mulhouse nach Straßburg gekommen und wir haben uns in der Stadt getroffen. Der gesamte Tag war mega lustig, wir haben super viel gelacht, das Wetter war super, es war einfach perfekt!
Da ich die beiden 20 Minuten am Bahnhof habe warten lassen (ich unterschätze immer noch den Fußweg von zu Hause zum Bahnhof), wurde ihnen jeweils eine teure Kugel Eis (1,60€) spendiert.
Für Alex war es das letzte Wochenende hier in Frankreich, am 29.06. ist er wieder zurück nach Deutschland gefahren. Das ist echt schade, aber Natalie bleibt noch bis Februar hier und wir haben noch viele Pläne, was wir gemeinsam machen.



20Juni
2013

Ein Lächeln macht alles wieder gut

Mathilde riecht an den Blumen Abendessen mit Wein auf der Terasse genießen_1 Abendessen auf der Terasse_2 Ausruhen bei französischer Lektüre - biensûr!

Seien wir doch mal ehrlich - wir können noch so traurig, so verzweifelt, so absolut keinen Bock auf das Leben haben, aber sobald uns ein Kind mit all seiner Ehrlichkeit und Reinheit ein strahlendes Lächel schenkt, können wir nicht anders, als auch wieder einen Sonnenstrahl in unser Herzen zu lassen!
Ich finde, Mathilde hat ein Talent dazu, mich immer wieder aufzuheitern, wenn ich mal einen nicht so guten Tag erwischt habe. Natürlich ist die Voraussetzung dazu, dass sie gut geschlafen hat und gut drauf ist, es gab auch schon Tage, wo wir beide nicht gut draufwaren, das ist dann etwas anstrengend.

Heute war Mathilde vormittags wieder in der Krippe und als ich sie am Mittag abgeholt habe, war sie sehr guter Laune und wir sind lachend zur Bushaltestelle gelaufen (sie an meiner Hand, fast schneller als ich!). Ich lasse sie jetzt öfter als am Anfang auch mal alleine an einer Straße laufen, mittlerweile hört sich vollkommen auf mich (zumindest genauso wie auf ihre Eltern) und ich habe mehr Vertrauen, dass ich sie rechtzeitig zu fassen kriege, wenn ein Fahrrad oder Auto kommt.
Hach, heute war wieder so ein Tag, an dem ich echt gemerkt habe, wie schnell man zur Mutter mutiert, wenn man so viel Verantwortung für so ein kleines Wesen hat! Und wie viel Spaß es macht, wenn einem die Kinder so viel zurückgeben und es dir danken, dass du sie behütest und dich um ihr Wohlergehen sorgst.

Beim Wickeln (nein, heute keine Kackwindel, die ich wechseln musste) hat Mathilde mir wieder ein strahlendes Lächeln geschenkt und als ich ihr ihren Body angezogen habe, hat sie die ganze Zeit mit ihren Fingerchen in meinem Gesicht rumgefummelt und auf die Nase, auf die Augen, auf die Ohren gezeigt, alles mit Freude und Begeisterung. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, es ist unbeschreiblich. Dann hat sie auf einen Leberfleck an meinem Hals gezeigt, mich besorgt angesehen und "Bobo" (Aua) gesagt. Oh Gott. Ich habe sie einfach in den Arm genommen, sie geknuddelt und gemeint, dass ich da kein "Bobo" hätte und sie sich keine Sorgen zu machen bräuchte. Sie hat die Umarmung erwidert und ihren Kopf an meine Brust gelegt (an der sie übrigens auch öfter mal rumfummelt und dann auf ihre zeigt). Diese, wenn auch kleinen und kurzen Momente, machen das Leben so unglaublich lebenswert und wunderbar!

Nachmittags im Park waren wir spazieren, Mathilde hat mir einen Stein geschenkt, den sie gefunden hat und es war alles in allem sehr entspannt. Als ich sie gerufen habe, ist sie nach dem 10ten mal dann endlich von ihren Steinen losgekommen und ist freudig mit ausgestreckten Armen auf mich zugerannt gekommen. Das war das erste Mal. Und ich freue mich wahnsinnig darüber, denn dieses ganze Verhalten heute zeigt, dass sie sich anscheinend nun vollkommen an meine Anwesenheit hier gewöhnt hat und sich in meiner Nähe wohlfühlt.
Auf dem Weg nach Hause hat sie an der Ampel gewunken und als ich festgestellt habe, wem sie da winkt, musste ich sehr lachen. Jeden Tag fahren viele Reisebusse durch Straßburg, vor allem in unserem Quartier (ganz nah am Europäischen Parlament und dem Europarat) und Mathilde winkte doch tatsächlich den Touristen im Bus zu. Diese erwiderten diese freundlichen Gruß und lachten. Ich lobte Mathilde natürlich für ihr freundliches Verhalten!
Überhaupt sammel ich viele freundliche Blicke und ein Lächeln, wenn ich mit ihr unterwegs bin. Manchmal kommt auch ein kritischer und fragender Blick, der wohl aussagt, dass die Leute darüber nachdenken, ob das meine Tochter ist oder nicht. :D

Übrigens kommt meine allerliebste Lieblingsschwester (meine einzige übrigens) mich am nächsten Freitag besuchen! Ich freuuue mich wahnsinnig! ♥

18Juni
2013

Eigentlich wollten wir nur ein Schwimmbecken kaufen..

Puppen, Puppen, überall Puppen! Marjorie zieht Mathilde ihre neuen Schuhe an Mein Huii, rein ins kühle Nass! Jungs sind scheiße, mein Wuffi überalles!

Es ist unglaublich heiß seit gestern. In der Sonne sind es teilweise bis zu 40°C und ich finde die Hitze so langsam unerträglich. Vor allem wenn man den ganzen Tag mit einem Kleinkind im Kinderwagen unterwegs ist. Aber - da muss auch jede Mutter durch und darum werde ich später wohl auch nicht herumkommen. Also meckere ich mal nicht.
Damit Mathilde und ich nicht ständig ins Freibad gehen müssen (jedes Mal muss ich ja 3,40€ zahlen), hat Marjorie beschlossen, ein kleines aufblasbares Schwimmbecken für die Kleine zu kaufen, das man auf dem Balkon aufstellen kann. Also - gesagt getan, wir sind halb zehn losgefahren zu Toys'R'Us, um zumindest Mathilde zeitweise von dieser glühenden Hitze zu befreien. Eigentlich wollte Marjorie "nur kurz" hinfahren mit uns und danach arbeiten und eigentlich wollte ich am Vormittag mit Mathilde in den Park, aber.. letztendlich waren wir bis 12 Uhr unterwegs. Toys'R'Us hat schon ein gutes Marketingprogramm, muss ich zugeben. Überall Spielzeug, soweit das Auge reicht findet man alles, was das Kinderherz begehrt (und auch ich habe mich ziemlich wohlgefühlt, muss ich zugeben). Klar, dass man nicht zielgerichtet auf etwas zugehen kann. Zumindest nicht, wenn ein Kind dabei ist. Während Marjorie und ich über die Größe des Schwimmbeckens diskutierten (wir hatten natürlich vorher NICHT den Platz auf dem Balkon ausgemessen, super Vorbereitung also!), entdeckte Mathilde zu Fuß die Welt des Spielzeugs. Als sie letztendlich eine Plastikrutsche umschmiss und mir damit ein "Bobo" machte (in der französischen Kindersprache heißt das "Aua") machte, reichte es mir und ich nahm sie unter Protest an die Hand (unter Geschrei natürlich).
Ich muss fairerweise aber auch anmerken, dass es nicht nur Mathilde war, die uns aufgehalten hat. Nein, auch ihre Mutter war dieser Spielzeug-Wunderwelt irgendwie verfallen, denn auf einmal waren wir in der Puppenabteilung und Mathilde staubte eine tolle Puppe ab, für die es auch gleich noch neue Anziehsachen gab. Außerdem kauften wir einen Puzzleteppich und eine neue Trinkflasche. Marjorie meinte die ganze Zeit unter Lachen, dass Thierry die Augen verdrehen und meckern würde, denn sie würde immer "beaucoup trop" (viel zu viel) einkaufen. Ähm. Ja. Das ist wohl richtig.
Da es in einem Einkaufszentrum (wo wir uns ja aufhielten) immer mehrere Geschäfte gibt, kamen wir an diesen natürlich auch vorbei. Dank diesen Umstandes wurden auch gleich noch neue Schuhe gekauft (alles für Mathilde). Das war allerdings wirklich notwendig, da sie unbedingt welche für den Sommer brauchte. Wir fanden sehr schöne, kleine (Größe 21), süße Schuhchen und Mathilde gab bei jedem Paar auch ihren Senf dazu, bis wir uns alle einig waren, dass wir die richtigen haben.

Am Nachmittag (nach dem Mittagsschlaf) konnte Mathilde gleich ihr neues Schwimmbecken einweihen und fühlte sich sichtlich wohl! Und auch ich profitiere jetzt davon, schließlich ist ein kühlendes Fußbad bei diesen Temperaturen auch nicht schlecht.

PS und was ich unbedingt anmerken muss: Wuffi ist meine große Bettliebe.

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